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Mehrheit der Soldaten hat keine Ahnung, wie sie 32 Arbeitsstunden pro Woche füllen sollen

Berlin (EZ) | 13. Januar 2014 | Der Vorstoß von Verteidigungsministerin von der Leyen, Soldaten künftig 32 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen, stößt auf Widerstand in der Truppe. Dort kann sich kaum jemand vorstellen, was er in diesen 32 Stunden Sinnvolles anstellen soll.

Bald ist Schluss mit dem Lotterleben: geht es nach Ministerin von der Leyen, sollen Soldaten künftig 32 Stunden pro Woche arbeiten. Bald ist Schluss mit dem Lotterleben: geht es nach Ministerin von der Leyen, sollen Soldaten künftig 32 Stunden pro Woche arbeiten.

Die überwiegende Mehrheit der Soldaten kritisiert die Ankündigung der neuen Ministerin, künftig eine Regelarbeitszeit von 32 Wochenstunden in der Armee einzuführen. Schon heute sei es schwierig, die Zeit in der Kaserne mit sinnvollen Beschäftigungen zu füllen.

“Ich finde die Idee ja eigentlich ganz gut,” sagt ein Unteroffizier aus Kiel, der derzeit in Brandenburg stationiert ist. “Im Grunde genommen kann Frau von der Leyen natürlich verlangen, dass wir für unser Geld auch etwas machen. Aber 32 Stunden? Das krieg ich ja nie hin! Da muss ich mir echt etwas einfallen lassen.”

Ähnlich äußerten sich viele Soldaten. Man könne ja nicht mehrmals am Tag das Bett machen oder die Gewehre putzen, heißt es in einem Forum – außer wenn es befohlen wird.

Der Wehrbeauftragte Der Bundesregierung fordert seit langem, das abendliche gemeinschaftliche Porno-Gucken in den Kasernen als Arbeitszeit anzurechnen. Nun sieht er gar keine andere Möglichkeit, wenn von der Leyen ihr Arbeitszeitziel erreichen will.

(BSCH/Foto: Daniel Budde [CC BY-SA 3.0])

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